Arnaud Magnin, Planung im Dienst der Sicherheit

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Gespräch mit Arnaud Magnin, der die Bedeutung der Planung bei Projekten für Notbeleuchtung, Rauchabzug und Evakuierungsbeschallung hervorhebt.

Sicherheit improvisiert man nicht: sie wird geplant.

1. Können Sie erzählen, wie Sie dazu gekommen sind, sich auf die Planung der Notbeleuchtung, des Rauchabzugs und der Evakuierungsbeschallung zu spezialisieren?

Mein erster Zugang zur Elektrotechnik erfolgte – wie bei vielen Planern – direkt auf der Baustelle: beobachten, die Grundlagen lernen und verstehen, dass sich hinter jeder Steckdose und jeder Leuchte eine präzise Logik verbirgt, die in einem Plan und einem Schema festgelegt ist.

Was mich besonders zur Sicherheitsbeleuchtung, zum Rauchabzug und zur Evakuierungsbeschallung hingezogen hat, ist ihre Zielsetzung. Diese Systeme sind nicht für Komfort oder Ästhetik gedacht, sondern um Leben zu retten. Man verlässt den rein technischen Rahmen und tritt in ein Gebiet ein, in dem jedes Detail den Unterschied machen kann: Panik verhindern, Evakuierungen erleichtern, dem Chaos standhalten.

Im Februar 2019 bin ich zu Perfogroup gekommen – angezogen von ihrer Expertise in diesen speziellen Bereichen und von der Vielfalt der Projekte. Heute bin ich überzeugt, meinen Platz gefunden zu haben: eine Position, in der Technik im Dienst des gesunden Menschenverstands steht.

2. Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag in Ihrer Rolle als Verantwortlicher für die Planung aus?

Einen wirklichen „typischen“ Tag gibt es nicht … aber meine Aufgaben drehen sich um drei Hauptachsen.

Zuerst das Herzstück des Berufs: die Analyse von Brandschutzkonzepten, die Auslegung der Richtlinien und die Modellierung der erforderlichen Pläne und Schemata mit AutoCAD. AutoCAD bleibt unser zentrales Werkzeug, und der Unterschied liegt in den Bausteinen, die wir hinzufügen: massgeschneiderte technische Bibliotheken, eigens entwickelte Skripte, automatisierte Prüfungen … Das Ziel ist klar: weniger Klicks, mehr Denken und Mehrwert.

Dann die Koordination: Zusammenarbeit mit Projektleitern, internen Teams und externen Partnern, um die technische Machbarkeit, die Konformität und die perfekte Integration der Lösungen in ihre Umgebung sicherzustellen.

Schliesslich übernehme ich seit Anfang 2025 auch die Verantwortung für die gesamte Planung innerhalb von Perfogroup. Ich verteile die Anfragen auf die Planer unter Berücksichtigung von Terminen, Prioritäten und den Kompetenzen jedes Einzelnen. Ich organisiere die Zeitpläne, antizipiere Arbeitsspitzen und achte darauf, dass dringende Fälle effizient bearbeitet werden, ohne die Gesamtlast aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Parallel habe ich eine Querschnittsaufgabe: neue Mitarbeiter einarbeiten, unsere Symbolbibliotheken aktuell halten, unsere Arbeitsmethoden weiterentwickeln und die Schnittstelle zu den spezifischen Bedürfnissen der internen Abteilungen (Vertrieb, Projekte und Service) bilden.

Es ist also eine anspruchsvolle Rolle, die ebenso viel technische Präzision wie Reaktionsfähigkeit und Voraussicht erfordert – mit einem Gesamtüberblick, damit jedes Projekt unter den bestmöglichen Bedingungen vorankommt.

3. Was motiviert Sie im Alltag in diesem Beruf?

Was mir gefällt, ist, dass jedes Projekt eine echte intellektuelle Herausforderung darstellt. Man muss zwischen Sicherheitsnormen, architektonischen Zwängen und Kundenerwartungen jonglieren – und dabei nie vergessen, dass das, was wir zeichnen, ein sehr konkretes Ziel hat: Leben zu schützen.

Am meisten motiviert mich zu wissen, dass das, was ich am Bildschirm entwerfe, im Ernstfall einen realen Unterschied für die Gebäudenutzer machen kann. Wenn man für eine Schule, ein Krankenhaus oder einen Konzertsaal plant, wird einem die Bedeutung unseres Berufs voll bewusst.

Und dann ist da noch der Perfogroup-Geist: eine Kultur der Effizienz ohne unnötigen Stress. Wir arbeiten ernsthaft, aber nehmen uns selbst nicht zu ernst. Wir lachen, wir unterstützen uns gegenseitig, und jeder trägt seinen Teil bei. Es ist ein wertvolles Gleichgewicht zwischen Anspruch, Eigenverantwortung und Kameradschaft.

4. Welche Anekdote oder welches prägende Erlebnis möchten Sie teilen?

Es ist eine Erinnerung, die genauso absurd wie befriedigend ist. Eines Tages machte ich im tiefsten Winter meine Einkäufe in einem Supermarkt. Plötzlich: Stromausfall. Die Notbeleuchtung sprang sofort an. Draussen war es schon dunkel, und die Atmosphäre veränderte sich in einem Augenblick – ein eindrucksvoller Kontrast.

Und da wurde mir klar: „Dieses Evakuierungssystem, diese Sicherheitsleuchten … die habe ich geplant!“ Ein kleiner Moment des Stolzes.

Während die meisten Kunden instinktiv auf den Haupteingang zugingen, nahm ich absichtlich einen anderen Weg: den von mir vorgesehenen sekundären Fluchtweg – perfekt gekennzeichnet und beleuchtet. Ein Praxistest in Originalgrösse … und vollkommen gelungen. In solchen Momenten versteht man, dass unsere Arbeit nicht im Tageslicht glänzt, sondern in der Dunkelheit lebenswichtig wird.

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